Auf (nimmer) Wiedersehen Anschreiben

Es ist Zeit, sich zu verabschieden!

Ich habe immer häufiger das Gefühl, dass wir uns langsam vom Anschreiben verabschieden.

Also habe ich es bereits getan:

„Liebes Anschreiben,

da bist Du wieder und vervollständigst den Lebenslauf eines Bewerbers. Du bist ausgeschmückt mit so schönen Worten, aber aus Recruiter Sicht frage ich mich…

Bist du wirklich selbst geschrieben?

Ist jedes geschriebene Wort auch wirklich so gemeint? 

Ich weiß es nicht – und werde es auch nie erfahren.

Meistens werde ich nur schnell den Inhalt überfliegen. Leider ohne Wertschätzung für die Zeit, die der Bewerber damit verbracht hat, Dich zu schreiben. Oder um einfach nur zu prüfen, ob Rechtschreibfehler oder überraschende Inhalte auffallen.

Um ehrlich zu sein- oftmals würde ich Dich langweilig finden.

Als Bewerbe hatte ich immer Angst Dich zu schreiben. Ich dachte über Wege nach, mich leichter und persönlicher für den Job zu bewerben, den ich so sehr will. Letztendlich habe ich dann doch eine Vorlage benutzt und änderte mal hier, mal dort einige Wörter, um es meinem Profil anzupassen. Andere Male rief ich das Unternehmen an und stellte mich am Telefon persönlich vor, um Dich nicht mehr schreiben zu müssen.

In der heutigen Zeit bist Du immer weniger Teil eines Rekrutierungsprozesses.

Ganz ehrlich? – Es tut mir nicht leid.

Natürlich warst Du in gewisser Weise und in einigen Bereichen nützlich.

Aber jetzt, mein liebes Anschreiben – ist es Zeit, sich zu verabschieden.

Auf nimmer Wiedersehen!

Viele Grüße,

Sandhna“

Ich muss sagen, nachdem ich das geschrieben habe, fühle ich mich viel besser.

Auch aktuelle Studien belegen, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin:

Laut der in 2017 erhobenen „Job Seeker Nation“-Umfrage von Jobvite’s haben 47% der Bewerber in 2017, kein Anschreiben mehr beigefügt.

Ich sehe dies als einen sich etablierenden Trend.

Der Einsatz von Digitalisierung in Rekrutierungsprozessen als Ersatz für Anschreiben/ Motivationsschreiben wird immer beliebter. Insbesondere in der heutigen, digitalen Zeit, in der (fast) jeder die Möglichkeit hat ein Video aufzunehmen, macht das auch Sinn.

Durch den Einsatz von zeitversetzten Video-Interviews, können Sie die Motivation eines Bewerbers sehen und anhand der Antworten die Begeisterung spüren. Zudem erspart es Ihnen die Zeit den Stapel von Anschreiben lesen zu müssen (oder wenn Sie sie nicht gelesen haben – so wie ich es tat – dann ersparen Sie zumindest den Bewerbern die Zeit).

Also, was denken Sie? Sind Sie bereit, sich zu verabschieden?

 

HAPPY HIRING!

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