Generation Y vs. Generation Z – Herausforderungen im Recruiting

Sagen Ihnen die Marken Twitch, Hulu oder Vine etwas? Ehrlich gesagt kenne ich auch nicht alle drei Dienste und weiß auch nicht, wo die Unterschiede zwischen diesen drei und Facebook, Youtube und Netflix liegen. Aber was ich Ihnen sagen kann ist, dass ich zu einer völlig anderen Generation gehöre als jene, die oben genannte Dienste täglich nutzen. Ich gehöre zur „Generation Y“, geboren zwischen 1980 und 1994 und habe daher andere Interessen, Wünsche und Vorstellungen als die (neue) „Generation Z“ (geboren ab 1995).

Um zu verstehen, wieso innerhalb dieser beiden Generationen teilweise erhebliche Unterschiede in der Kommunikation liegen, muss man sich mit beiden ein wenig beschäftigen. Denn Sie als Unternehmen, Recruiter oder Sourcer sollen schließlich die richtigen Kandidaten für Ihre zu besetzenden Positionen gewinnen. Ich war so frei, Ihnen ein paar interessante Informationen zusammenzutragen. Viel Spaß dabei!

Generation Y – Schwerpunkt auf Work-Life Balance

Die Generation Y ist geboren zwischen 1980 und 1994. Das Y steht sinngemäß für „Why“, da diese Generation anders als die Vorherige, Dinge hinterfragt und genau wissen möchte wieso etwas ist wie es ist. Wichtig sind Entwicklung, Nachhaltigkeit und ein Bewusstsein dafür, dass die Welt sich schnell verändert und es keine Sicherheiten mehr gibt. Kommunikation findet verstärkt nur noch online statt. Es ist nur schwer möglich ein Leben ohne Internet zu führen. Da es keine Sicherheiten mehr gibt, ist es umso wichtiger das Leben zu genießen und Job und Privates möglichst gut zu vereinbaren.

Für sinnvolle Tätigkeiten ist diese Generation bereit, mehr zu arbeiten und zu lernen.

Persönliche Entwicklung, Kollegialität gehören zu den wichtigsten Werten dieser Gruppe wie das Berliner Institut Trendenz in einer Studie nachgewiesen hat. Statussymbole finden kaum noch Bedeutung. Hingegen möchte Arbeit mit Freizeit verbunden werden, Stichwort Work-Life Balance.

Generation Z  – Digital Natives

Die Generation Z ist geboren ab 1995, ist heute also 23 Jahre alt oder jünger. Wie alle Generationen zuvor, möchte auch diese sich abgrenzen und hat daher völlig andere Vorstellungen von Beruf und Privatleben. Idealerweise sind diese beiden Dinge fest voneinander getrennt. So etwas wie Work-Life Balance gibt es nicht. Es gibt nur Work oder nur Life. Dinge wie Home Office oder eine hohe Leistungsbereitschaft für die eigene Karriere stehen nicht im Vordergrund. Selbstverwirklichung und soziale Kontakte sind wichtiger.

Die Generation Z ist ständig und überall online und ist somit die erste Generation die komplett digital aufgewachsen ist. Sie ist vertraut in der Kommunikation mit Bildern, Video und Sprachnachrichten und hat keine Hemmungen diese über die sozialen Netzwerke zu verbreiten und zu nutzen. Eine interessante Übersicht zur Nutzung von Sozialen Medien und Internet dieser Generation finden Sie hier.

Auch die Erstellung von eigenen Inhalten wie z.B. Bild und Video ist völlig normal. In der Freizeit lernt man halt Photoshop oder ein neues Videoschnittprogramm schnell über ein Youtube-Tutorial.

 

Die richtige Kandidatenansprache 

Sie sehen, auch wenn diese beiden Generationen nicht weit auseinander und ähnlich sagen wir mal digital ausgebildet sind, gibt es Unterschiede. Berücksichtigen Sie diese auch in Ihrer Kandidatenansprache?

Viele Personaler beklagen, dass es zu wenig oder keine geeigneten Kandidaten auf dem Markt gibt. Ich gebe ich Ihnen recht, zurzeit ist es wirklich schwierig Talente ausfindig zu machen und für sich zu gewinnen. Aber haben Sie schon Ihre eigenen Bewerbungsprozesse oder Ihren Außenauftritt hinterfragt? Oder nutzen Sie noch immer die Karriereseite von vor 10 Jahren?

Hier drei Lösungsansätze für eine zeitgemäße und passende Kandidatenansprache

 1. Ist Ihre Karriereseite mobilfähig?

Ja noch immer gibt es Unternehmen die komplette Unternehmensseiten nicht mobilfähig optimiert haben. Es wirkt sich seit 2015 nicht nur negativ auf Ihr Google-Ranking aus, sondern auch auf Ihren ersten Eindruck bei einem potentiellen Bewerber. Ich wette Sie haben auch schon mal eine nicht mobilfähige Webseite von Ihrem Smartphone besucht und sich mit den nervigen Scrollbalken herumgeschlagen, um den Inhalt lesen zu können. Wenn Sie für so ein Unternehmen arbeiten, sollten Sie alles daran setzen den Verantwortlichen dazu zu bewegen in einen vernünftigen Auftritt zu investieren. Übrigens besuchten schon 2015 mehr als 50% der Internetnutzer Internetseiten über mobile Endgeräte. 2018 rechnet man mit einem Anstieg auf 80%.

 

2. Wie einfach kann ein Kandidat Sie kontaktieren?

Auch hier gibt es erschreckende Beispiele bei denen der Bewerber seinen kompletten (!) Lebenslauf in sinnlose Formulare abtippen muss. Noch schlimmer ist es, wenn man Ihre Karriereseite noch nicht einmal findet. Ich selbst habe das schon sehr oft erlebt und habe in so einem Fall das Unternehmen von meiner Liste gestrichen.

Auch die Nennung des verantwortlichen Ansprechpartners kann in vielen Fällen Sinn machen. Manchmal möchte ein Bewerber nur wissen, ob die ausgeschriebene Stelle noch vakant oder wie wichtig eine geforderte Qualifikation ist. Also seien Sie nicht schüchtern, schließlich arbeiten Sie im Personalwesen und sollten gerne Kontakt zu Menschen haben! Stichwort Candidate Expierence.

 

3. Optimieren Sie Ihren Bewerbungsprozess!

Gehen wir mal davon aus, dass Sie eine mobilfähige Karriereseite haben und die Kontaktaufnahme schnell und einfach erfolgen kann. Wie selektieren Sie Ihre Bewerber anschließend? Lesen Sie noch immer ein hundertfach aus dem Internet heruntergeladenes und mehrfach von family and friends bearbeitetes Anschreiben durch? Ich hoffe nicht. Die Aussagekraft geht gegen Null, denn es ist weder ehrlich noch lernen Sie den Kandidaten kennen. Jetzt werden Sie vermutlich sagen „ja dafür haben wir ja noch ein Interview!“. Kennen Sie den Moment, wenn ein Kandidat zur Tür hereinkommt, den ersten Satz von sich gibt und Sie insgeheim wissen, dass die kommende Stunde pure Zeitverschwendung ist? Ich bin mir sicher, dass Sie genau wissen was ich meine.

Jetzt kommen wir bei Cammio ins Spiel! Ach kommen Sie, das war doch absehbar, dass irgendwann die Eigenwerbung kommt 😉

 

Videos – eine Lösung!

Durch unsere Video-Recruiting Software, kann der Bewerber sich schnell und einfach bewerben, auch mobil mit dem Smartphone. Dadurch bekommen Sie als Personaler nicht nur einen viel persönlicheren Eindruck, sondern können auch noch schneller und qualitativer vorselektieren. Die Person muss schließlich nicht nur auf dem Papier zu Ihnen passen, sondern vor allen Dingen persönlich.

Für Positionen und Bereiche bei denen die Persönlichkeit ausschlaggebend ist, kann das ein innovativer Ansatz sein, vor allen Dingen bei der Generation Z. Denn, wie wir zuvor gelernt haben, ist es für diese Gruppe völlig normal, Videos von sich selbst zu erstellen und zu teilen. Also seien Sie kreativ!

 

Happy Hiring!

 

PS: Erinnern Sie sich noch an die oben genannten Dienste?

 

Twitch, auch Twitch.tv, ist ein Live-Streaming-Videoportal, das vorrangig zur Übertragung von Videospielen genutzt wird. Wikipedia

 

Das Videoportal Hulu ist eine Internetplattform mit einem kostenpflichtigen Video-on-Demand-Service mit Registrierungspflicht. Fernsehserien, Spielfilme und Trailer der amerikanischen Medienkonzerne NBC, FOX, ABC und anderer Anbieter werden im Flash-Video-Format gestreamt. Wikipedia

 

Vine war ein Videoportal zum Austausch sehr kurzer Filmaufnahmen. Registrierte Benutzer konnten auf das Portal 6 Sekunden lange Videoclips hochladen und sie damit – im Sinne eines sozialen Netzwerks – mit anderen „teilen“. Der Online-Dienst wurde im Herbst 2012 von Twitter Inc. übernommen. Wikipedia

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