One-Klick Bewerbung – die smarteste Erfindung der Welt, oder nicht?!

Ob auf Messen, in Fachzeitschriften oder im direkten Austausch. Es gibt kaum Unternehmen, die nicht von Fachkräftemangel und Bewerberrückgang sprechen. Das betrifft nicht zwangsläufig jede Position und jedes Unternehmen, aber die Frage der Fragen ist immer:

Wo bekomme ich gute neue Mitarbeiter her?

In diesem Blogbeitrag möchte ich mich mit dem Thema der One-Klick Bewerbung befassen, mit Zahlen, Daten und Fakten die IST-Situation herausstellen und hinterfragen, warum wir die SOLL-Situation (noch) nicht erreichen.

2018 konnten sich (nur !!) 16% der Bewerber über das eigene Xing Profil und 20% über das LinkedIn Profil direkt für eine Stelle bewerben.

Warum ist das so wenig? Diese Antworten fallen mir spontan ein:

 

Zu modern?

Keine Frage: Eine One-Klick Bewerbung bedeutet in den meisten Fällen, dass man sich per Smartphone bewirbt. Wenn man bedenkt, dass wir sinkende Zahlen in der mobiloptimierten Jobbörse haben (2017: 78% à 2018: 73%), kann man vermuten, dass nicht alle Unternehmen wollen, dass man mobil die Jobs ansehen und sich gar per Smartphone bewerben kann. Ebenfalls nur 39% bieten das Bewerbungsformular Smartphone optimiert an.

Natürlich ist es modern, sich mit dem Smartphone zu bewerben. Sowas hat es vor ein paar Jahren noch nicht gegeben… Aber wäre es nicht an der Zeit, dieses Thema anzupacken? Wo das Smartphone bei fast allen der Mittelpunkt des Lebens geworden ist und der private Laptop oftmals eingestaubt in der Ecke liegt?!

Außerdem ist dies vor allem schnell, unkompliziert und gibt den Bewerbern viel mehr Flexibilität.

 

Zu unseriös?

Ist es ein Zeichen von Seriosität, wenn ich mich mit Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnissen bewerbe? Die Frage, wie seriös ein Copy-Paste Anschreiben ist, das 10 Unternehmen gleichzeitig bekommen haben, ist relevanter. Und Zeugnisse? Glauben wir wirklich was da drin steht? Von „stets bemüht“ bis „zu unserer vollsten Zufriedenheit“ stehen in Zeugnissen Floskeln drin, die – teilweise – der Zeugnisgenerator ausgespuckt hat. Das ist meiner Meinung nach nicht nur unseriös, sondern überhaupt nicht aussagekräftig.

 

Nicht aussagekräftig genug?

Das wäre ein Argument, das man akzeptieren könnte. Natürlich ist ein Lebenslauf mit Bullet Points und Erklärungen aussagekräftiger als ein Netzwerk Profil. Obwohl es natürlich auch hier immer darauf ankommt, wie sorgfältig dieses Profil gepflegt ist.

Auf der anderen Seite sieht man aber auch wiederum andere Informationen, die man sonst nicht sehen würde: Interessen, geteilte Beiträge. Man bekommt einen ersten Eindruck darüber, was den Bewerber interessiert und bewegt.

 

Zu teuer?

Nun, ohne die Preise zu kennen, was die Implementierung einer One-Klick-Bewerbung kostet, kann ich mir kaum vorstellen, dass das das K.O.-Kriterium ist. Unternehmen nutzen mittlerweile so viele Tools, das ATS ist meistens eh schon da und wird gezahlt und, und, und.

Außerdem müsste man dann per „Milchmädchenrechnung“ beleuchten, wie viele Arbeitsstunden und anderen Recruiting Aufwand man sparen kann, wenn man durch diesen zusätzlichen Kanal Bewerbungen erhält.

Wir könnten diese Vermutungen noch endlos weiterführen. Es wird immer zahlreiche Argumente für oder gegen eine One-Klick-Bewerbung. Und selbstverständlich ist auch jedes Unternehmen anders.

 

Am Ende des Tages zählt unsere Situation Stand JETZT – und die ist und bleibt bei den meisten Unternehmen, dass sie bessere Bewerbungen erhalten wollen.

Und wenn man bedenkt, dass es im Schnitt 500-1000 (je nach Position) Besucher braucht, um eine Stelle zu besetzen und die Durchschnittszahl der Besucher bei 93 liegt, haben wir hier definitiv noch Nachholbedarf auf Unternehmensseite. Ob mit der „modernen“, „unseriösen“ & „weniger aussagekräftigen“ One-Klick-Bewerbung, oder einfach nur durch Überarbeitung der Karriereseite – Stichwort Auffindbarkeit, Log-in Zwang im ATS oder Länge der Bewerbungsformulare… aber das ist ein anders Thema…

Fakt ist, wir müssen den Bewerben das „Bewerben“ so einfach und unkompliziert wie möglich machen, um mehr zu gewinnen und keinen zu verlieren.

Und wenn Sie unabhängig von der schriftlichen Bewerbung noch viel persönlicher rekrutieren wollen und da ein Bild „schon mehr als 1000 Worte sagt…“ – was denken Sie dann, was erst ein Video von Ihrem Bewerber aussagen würde? Hier beraten wir, die Cammio Video Recruiting Experten, Sie gerne. Ob per One-Klick to Video-Bewerbung oder implementiert im Prozess.

 

HAPPY HIRING!

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