Video-Interviews nur was für junge Leute? Frag’ doch mal die Generation 50+

Das Wort „Digitalisierung“ hat über 13 Millionen Treffer bei Google. Die ganze Welt spricht davon und es gibt kaum ein Thema, das nicht betroffen ist. In diesem Zusammenhang wird oft analysiert, welche Generation in welchem Alter diesen Wandel miterlebt hat.Natürlich geht dieser Wandel auch nicht an der älteren Generation vorbei. Ob beim Online-Shopping, beim Online-Banking oder beim Online-Recruiting immer wieder wird zwischen der „jungen“ und der „älteren“ Generation unterschieden. Und diese Unterscheide gibt es zweifelsohne, aber sind beispielsweise Video-Interviews nur etwas für junge Leute?! – Ich denke nicht!

 

Wandel der HR Szene

Insbesondere die HR-Szene hat in den letzten Jahren einen großen Wandel mitgemacht. Unternehmen, die früher noch Anzeigen in Tageszeitungen geschalten haben, nutzen heute optimierte Jobsuchmaschinen und machen Direktansprache über soziale Netzwerke. Und selbst WhatsApp- und Instagram -Recruiting sind Trends, die an den Personalabteilungen nicht spurlos vorbeigehen.

Auch Bewerbern wird der Schritt zum Traumjob immer smarter und zugänglicher gemacht. Die postalische Bewerbung mit teurem Hochglanzbewerbungsfoto und 20 Kopien Zeugnissen, ist der digitalen Bewerbung gewichen, die es ermöglicht sich per E-Mail, Bewerbungsmanagementsystem, soziale (berufliche) Netzwerke und nun auch über private Netzwerke wie Facebook oder WhatsApp zu bewerben.

Zeit – als unser kostbarstes Gut – wird respektiert und sowohl bei der Bewerbung als auch im Recruiting großgeschrieben. Aufwändige Bewerbungsformulare werden gekürzt, „Expressbewerbungen“ eingeführt und wenn wir schon bei Digitalisierung und Fortschritt sind, nimmt das Thema „Video-Interviews“ in dieser ganzen Entwicklung des Recruiting 3.0 (oder sind wir schon bei 4.0. oder gar 5.0?) einen hohen Stellenwert ein.

Die Vorteile von Video-Interviews – wenn kunden- und kandidatenseitig richtig ausgeführt – liegen auf der Hand: Zeit- und Kosteneinsparung, Persönlichkeit im Fokus, Verzicht auf die ungeliebten Anschreiben und teilweise sogar auf den Lebenslauf.

 

Ältere Kandidaten werden von der Technik nur überfordert

Aber bei all den Vorteilen, gibt es ein Thema was bislang (fast immer) unkommentiert gelassen wurde:

„Das ist ja nur was für junge Leute. Was ist mit der Generation 50+?“

Machen wir uns nichts vor – Ausnahmen bestätigen die Regel. Natürlich gibt es noch Leute, die sich 5 verschiedene Tageszeitungen kaufen, um den Stellenmarkt zu durchforsten, die die Bewerbung höchstpersönlich dem Postboten in die Hand drücken und dann nur per Festnetz zu einer auf dem Anrufbeantworter gesprochenen vordefinierten Zeit erreichbar sind.

Aber schauen wir uns doch vielleicht die Mehrheit an – oder besser – unser näheres Umfeld. Seid ihr mal in einen Zug gestiegen und habt Euch umgeschaut wer am Smartphone „hängt“? Das sind schon lange nicht mehr nur die jungen Leute…

Ich persönlich kann nicht behaupten, dass die 50-60-jährigen in meinem Umfeld weniger in der digitalen Welt angekommen sind als wir Millennials. Ich spreche nicht von der Generation Snapchat, aber von der Generation Smartphone. Und spätestens wenn Deine Oma Dein Foto bei Facebook kommentiert, Deine Mutter Instagram Stories veröffentlicht und Dein Vater WhatsApp Sprachnachrichten beim Autofahren verschickt, weißt Du, dass die Digitalisierung auf privater Ebene schon in fast allen Altersgruppen angekommen ist.

Und auf beruflicher Ebene? Natürlich ist es erst einmal neu – auch für uns. Noch immer bekommen wir von den meisten Bewerbern (m/w) das Feedback, dass es das erste Interview dieser Art war. Am Anfang ist es komisch und ungewohnt, aber am Ende sind sich fast alle einig – „richtig cool & zeitgemäß“.

 

Die richtige Kommunikation ist der Schlüssel!

Ich denke, das ist eine Sache der Kommunikation und der Ausrichtung. Video-Interviews sprechen mit Sicherheit nicht jede Jobgruppe an und sind auch nicht für alle Unternehmen relevant. Aber für die Mehrheit der Unternehmen und für sehr viele Jobgruppen ist es ein riesen Zugewinn.

Das Alter der Bewerber spielt hier, meiner Meinung nach, keine Rolle.

Es geht vielmehr um eine positive Candidate Experience, eine gute Kommunikation über den Bewerbungsprozess auf Unternehmensseite und um ein einfaches, verständliches und benutzerfreundliches Tool. Wenn man dann noch ein/einen Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone hat, ist es am Ende des Tages eine Möglichkeit sich smart, effizient und zeitsparend zu bewerben.

Und da es „digital“ ist, ist für jedes Alter – denn „digital“ sind wir doch mittlerweile (fast) alle…

HAPPY HIRING!

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