Walerias erstes Jahr bei Cammio – vom Onboarding in den Lockdown

Der Start in einen neuen Job ist aufregend, anstrengend und oft ganz anders als geplant. Aller Anfang ist schwer, vor allem beim Jobwechsel. Man verlässt das gewohnte Umfeld des alten Jobs, fragt sich bis zum letzten Tag, ob es die richtige Entscheidung war sein sicheres und unbefristetes Terrain zu verlassen und irgendwo ganz neu zu starten – inklusive Probezeit. Alles Fragen, die durchaus für Nervosität sorgen können.

Doch wenn man mal ehrlich darüber nachdenkt, gibt es keinen vernünftigen Grund Angst vor einem neuen Job zu haben. Es gibt sicher gute Gründe wieso man eingestellt wurde und das letzte was von einem in der ersten Zeit im neuen Job erwartet wird ist Perfektion. In der ersten Zeit geht es vielmehr darum sich einzugewöhnen, alles kennenzulernen, zuzuhören und zu lernen.

Da dies mein erster Jobwechsel überhaupt war, hat mich die Ungewissheit, wie meine erste Woche verlaufen wird, sehr nervös gemacht.Werde ich genug zu tun haben? Ist da jemand der mich „an die Hand nimmt“ und sich um mich kümmert? Werde ich doof dasitzen und dem Kollegen, der mich einarbeitet zur Last fallen?

Kurz vor meinem Start wurden meine Fragen beantwortet. Eine E-Mail von meinem neuen Arbeitgeber Cammio verriet mir meinen zweiwöchigen Onboarding-Plan. Ich konnte bereits sehen, wann ich wen kennenlerne und wann ich in welches Thema eingeführt werde. Dies nahm mir die oben beschriebene Angst des Ungewissen und ich war plötzlich gar nicht mehr nervös, sondern nur noch motiviert.

Irgendwie hat es mich auch überrascht, weil ich so ein strukturiertes Onboarding nicht erwartet hatte und auch bisher noch nicht oft bei anderen Freunden, Bekannten oder Kollegen gesehen habe. In diesen ersten zwei Wochen habe ich jeden Mitarbeiter (wir sind insgesamt 20) kennengelernt und neben dem Office in Düsseldorf, auch das Office in Den Haag besuchen dürfen. Ich wurde so herzlich und offen empfangen, dass ich mich nach diesen zwei Wochen schon als volles Mitglied und Teil des Unternehmens gesehen habe. Der nächste Monat war ähnlich, ich habe direkt viel Verantwortung erhalten, hatte jedoch auch das Gefühl mit dieser Verantwortung umgehen zu können, da mir alle Werkzeuge zur Verfügung standen und ich Schlüssel-Fähigkeiten bereits erlernen konnte.

Und dann kam das womit niemand gerechnet hätte: Das Corona-Virus entwickelte sich zu einer Pandemie inklusive Lockdown und 100% Home Office. Ich war froh, bereits alles Nötige gelernt zu haben, um relativ selbstbewusst meinen neuen Job aus meiner Zwei-Zimmer-Wohnung bestreiten zu können. Vielleicht hat mich dies im Endeffekt ja noch schneller in meine neue Aufgabe reinwachsen lassen. Ich wurde quasi ins kalte Wasser geschmissen und war nun gezwungen selbstständiger zu arbeiten. Natürlich habe ich jeglichen Support auch so von meinen Kollegen und Teamleads erhalten, es ist jedoch trotzdem etwas anderes, im Büro, wo alle beieinander sind, nach Hilfe zu fragen, als dies remote zu tun. Es hat mich aber auch nicht davon abgehalten meine Kollegen mit Slack-Nachrichten „vollzuspamen“. An dieser Stelle nochmal: Vielen Dank für eure Geduld und euren Support.

Was leider nicht so positiv war, ist, dass wir unsere Kollegen nicht mehr in Den Haag besuchen konnten und andersherum sie uns auch nicht in Düsseldorf. Aber auch hier hat Cammio dafür gesorgt, dass wir uns virtuell bei Friday Drinks oder virtuellen Teambuildings wenigstens vor den Bildschirmen sehen konnten, um gemeinsam Spaß zu haben. Cammio war in der Lockdown Zeit nicht nur ein Job für mich, sondern auch ein richtiger Support und hat mir den Lockdown auf jeden Fall erleichtert (nicht zuletzt wegen der leckeren Drinks- und Food-Pakete, die in regelmäßigen Abständen zu uns geliefert wurden). Jeder hat sich um jeden gekümmert und seine Hilfe angeboten, man hat den morgendlichen Tratsch an der Kaffeemaschine online nachgeholt oder auch mal zusammen vor dem Bildschirm Mittag gegessen.

Als es dann Frühling wurde, hat sich die Lage wieder ein wenig entspannt und wir sind wieder vereinzelt ins Büro gegangen und konnten sogar wieder zu unseren Kollegen nach Den Haag. Da wir zu den glücklichen Unternehmen gehören, die nicht so stark von den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie betroffen sind, haben wir sogar neue Mitarbeiter einstellen können, sodass diese ebenfalls ein zunächst persönliches Onboarding genießen durften. Hier war ich nach einpaar Monaten plötzlich nicht mehr „die Neue“, sondern gehörte sozusagen schon zum festen Cammio-Inventar, wodurch ich nun in der Rolle war, neue Mitarbeiter und Kollegen einarbeiten zu dürfen. Auch dies ließ mich noch schneller in meine noch relativ neue Rolle wachsen. Es hat mir einerseits gezeigt, dass man mir vertraut und andererseits verinnerlicht man so viel stärker alle Dinge, die man zu Beginn einer neuen Tätigkeit erfährt und lernt.

Leider stand uns dann im späten Herbst die 2. Welle der Pandemie bevor, sodass sich das Szenario des ersten Lockdowns wiederholt hat. Dies hieß für alle auch wieder Arbeiten von zu Hause, aber dieses Mal waren wir schon Profis im Remote Working. Und nun stehe ich hier und feiere mein Einjähriges bei Cammio und kann rückblickend sagen, dass es wohl die beste Entscheidung in 2020 war, in dieses tolle Unternehmen zu wechseln, in dem ich mich selbst weiterentwickeln und gleichzeitig meine Ideen einbringen kann. Auch während einer Krise, wie wir sie das letzte Jahr erlebt haben! Denn wie hießt es so schön in unserem letzten Präsent von Cammio: No matter if we are in the office or at home: Our strength comes from being a unique collective. It is the sum of our individual parts.

Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.